Gründungsgeschichte

Die Stiftung Soleil d’Afrique wurde im Jahr 2000 von der Ärztin Dr. med. Julia Bucher, geb. 1970, gegründet. Sie absolvierte 1995 im Rahmen ihres Wahlstudienjahres ein mehrmonatiges Praktikum im Spital von Gondar, Äthiopien. Sie musste damals als junge Ärztin miterleben, wie auf der Pädiatrie täglich Kinder starben, nur weil nicJulia Bucherht angemessenes medizinisches Material zu Verfügung stand. In ihrer grossen Betroffenheit entschied Bucher nach ihrer Rückkehr in die Schweiz, aktiv zu werden. Zuerst liess sie selber in kleinerem Rahmen, später mit Unterstützung ihres Familien- und Freundeskreises regelmässig grössere Mengen medizinisches Material finanzieren und nach Gondar schicken. Dabei konnte sie sich immer auf die Zusammenarbeit mit der leitenden Internistin am Universitätsspital in Gondar, Dr. med. Shitaye Alemu, stützen. So gründete sie dann die Stiftung Soleil d’Afrique und neben dem Spitalprojekt kamen weitere Projekte dazu, das Schulbauprojekt, das Stipendienprojekt und zuletzt das Augenklinikprojekt. Julia Bucher präsidierte den Stiftungsrat bis zur Übergabe des Amtes an ihren Nachfolger im 2009. Nach einer Kinderpause ist sie seit November 2014 wieder aktiv als Stiftungsratsmitglied hauptsächlich in den medizinischen Projekten und Fundraising tätig.

Medizinische Versorgung

Soleil d’Afrique ist seit der Gründung im Jahr 2000 in Gondar aktiv. Gondar liegt als viertgrösste Stadt Äthiopiens im abessinischen Hochland auf über 2000 m Höhe. Seit über 50 Jahren gibt es dort ein Universitätsspital. Jährlich werden über 45’000 ambulante und 8’000 stationäre Patienten behandelt, teilweise unter schwierigsten Bedingungen. Häufigste Krankheiten sind Infektionen jeglicher Art oder Krankheiten, welche durch Mangelernährung verursacht sind. Oft fehlt es an Medikamenten oder einfachen Materialien für eine erfolgreiche Behandlung. Dank persönlichen Kontakten zu den Ärzten, vor allem zur leitenden Ärztin Dr. Shitaye Alemu, besteht die Gewähr, dass Medikamente und medizinische Materialien direkt den bedürftigen Patienten zugute kommen.

Bildung

Im Norden Äthiopiens mangelt es an qualitativ hochstehenden Schulen. In den öffentlichen Schulen sitzen bis zu 120 Kinder in einer Klasse und die Infrastruktur ist sehr gering. Gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte des Universitätsspitals Gondar ziehen daher meist wieder weg, sobald ihre Kinder das Schulalter erreichen, um ihre Kinder in Addis Abeba oder gar in Übersee in eine Privatschule zu schicken. Um diesem “Drain Brain” entgegenzuwirken, hat Soleil d’Afrique eine Schule für 1’120 Schüler gebaut, die vom Kindergarten bis zur High School führt. Die Verantwortung für sämtliche Belange der Schule wird von der Universität in Gondar getragen. Damit auch Kinder aus ärmsten Verhältnissen diese Schule besuchen können, unterstützt Soleil d’Afrique diese Kinder mit einem umfassenden Stipendium, was Schulgeld, Schulmaterial, Schulbus, Kleidung und Verpflegung beinhaltet. 20% aller Schulkinder werden so von Soleil d’Afrique gefördert.


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